MARIA MAJCE-EGGER
Sexualität beginnt mit dem ersten Atemzug und besteht ein ganzes Leben lang. Wobei ich unter Sexualität ein energetisches Potential, den gesamten Energieprozess einer Person verstehe, eine Bewegung, die sich als Grundstimmung äußert, einen vitalen Lebensfluss von Erregungsaufbau und Entspannung. Sexualität ist Lust und Lebensfreude, ist Dynamik, hat aktivierende und akzeptierende Funktion in der Kontaktaufnahme und in Beziehungsabhängigkeiten. Sexualität ist demnach affektives, körperliches und soziales Erleben. Die Möglichkeit sie zu leben ist allerdings abhängig von der geschlechtsspezifischen Strukturierung des persönlichen Raumes, des sozialen Raumes (Lebensraum) und des öffentlichen Raumes.(S.35f)
Unsere erste Liebe war für alle eine Frau.(S.49)
Aus: Die Macht der Sexualität in der Gruppe: Wer richtet das Begehren? in "Die Macht begehren. Politische Haltungen in der Gruppendynamik" (2000)