Die Gesellschaft (DÖK)

Die Gesellschaft (DÖK) admin 21. November 2024

Die Österreichische Gesellschaft für körperbezogene Psychotherapie – Bioenergetische Analyse besteht seit 1978 und ist ein als Verein organisierter Zusammenschluss von Berater*innen und Psychotherapeut*innen.

Waldefried Pechtl, Albin Hofer-Moser und Rainer Frank, die Gründer unseres Vereins, haben die Bioenergetische Analyse nach Europa gebracht und um gruppendynamische Konzepte erweitert. So wurde die Bioenergetische Analyse – neben der therapeutischen Arbeit – auch für die Anwendung in der Beratung von Teams und Organisationen, sowie in der Fort- und Weiterbildung adaptiert.

Gemeinsam ist uns das Einbeziehen des Körpers in Beratung und Therapie, wobei wir von einer körperlich-psychischen Einheit ausgehen. Das bedeutet, dass körperliche und psychische Prozesse als Vorgänge angesehen werden, die sich wechselseitig beeinflussen und verändern. Jedem seelischen Erleben entspricht dabei ein körperliches Erleben und umgekehrt. Die Arbeit mit dem Körper über Berührung und andere sinnliche Erfahrungen, bietet einen unmittelbaren Zugang zu basalem Erleben in früher Kindheit, der Bewusstmachung von verkörperter Beziehungserfahrung und deren Erweiterung im Sinne korrigierender Erfahrungen.
Das analytische Gespräch und die Arbeit mit dem Körper ergänzen einander und unterstützen gleichwertig den Bewusstwerdungsprozess. Veränderungsprozesse werden daher auf beiden Ebenen initiiert, begleitet und unterstützt.

Ausgangspunkte für unsere Arbeit sind körperlich erlebbare und beschreibbare Phänomene wie z.B. körperliche und seelische Haltungen, Atemmuster, Gefühle und deren Ausdruck, (Ver-)Spannungen, Energieniveau oder Beziehungsgestaltung. Unter Bedachtnahme auf frühe lebensgeschichtliche Entwicklungszusammenhänge arbeiten wir unter anderem mit dem Modell der fünf Charakterstrukturen und des Groundings.

Das Charakterstrukturmodell bietet dabei sowohl einen Blick auf die für die Person/Gruppe/Organisation typischen Haltungen und Beziehungsmuster, die sich auch körperlich ausdrücken, aber auch auf die Stabilität der Persönlichkeit. Erkenntnisse der Säuglingsforschung, der Bindungsforschung und vor allem der Neurobiologie bestätigen die Annahme, dass frühe körperliche Erfahrungen an der Entwicklung der menschlichen Psyche wesentlich beteiligt sind. Ein intersubjektives Verständnis der therapeutischen/beraterischen Beziehung rückt die Interaktion im Hier und Jetzt in den Fokus. Wir sind mit unseren Körpern immer beteiligt, berührbar und in Kontakt mit anderen.

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